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dak

(Spezi)
(Beiträge: 509)

geändert von: dak - 03.03.18, 01:48:41

Hier mal meine gegenwärtige Mikrofonierungslösung:
Im Anhang sieht man ein Mikrofon für den Diskant (vom Spieler aus gesehen rechts), das in kurzem Abstand auf die Diskantseite eher bei den hohen Tönen zeigt (die haben es am nötigsten). Das Mikrofon hier ist eine Hyperniere, es täte es sicher auch eine Niere. Ziel der Nahabnahme ist es, die Klappengeräusche halbwegs mitzunehmen: das hört sich zwar wie eine schlechte Idee an. Im Zusammenhang mit passender Phrasierung (ist noch nicht durchgehend realisiert) kriegt dann das Cassotto-ähnliche Register noch mehr "Flötencharakter" durch Atempausen und Klappengeräusche.

Der Baß hingegen wird von einem Mikrofon mit Kugelcharakteristik abgenommen, das direkt vor dem harten Fußboden steht: als "Druckempfänger" wird dadurch der Baß mehr als die Akkordchöre rausgebracht. Nicht für weichere Böden zu empfehlen. An den Spielgeräuschen der Baßmechanik bin ich im Gegensatz zum Diskant eher nicht interessiert: dafür ist die Distanz nicht schlecht.

Das Ergebnis hört sich weitgehend unbearbeitet (nur die Lautstärke ist angepaßt und die Stereobandbreite für Kopfhörergebrauch verringert) dann wie in diesem Video an. Offensichtlich fehlt da noch eine ganze Menge Übung (sowohl im Umgang mit den Registerschaltern als auch mit Balg-, Finger und Baßtechnik), aber man hört, wo es hinsoll.

Auf dem Boden sieht man noch einen kleinen USB-Midikontroller (Korg nanoKontrol 2), mit dem ich Aufnahme an- und abstellen kann, weil der eigentliche Rechner aus Geräusch- und Handhabungsgründen in einem anderen Raum steht. Im Prinzip Overkill, weil man normalerweise eh Aufnahme durchlaufen läßt und hinterher schneidet.

Die Videoaufnahme erfolgte noch bei Tageslicht, das Foto von der Aufnahmeanordnung habe ich dann allerdings nach Einbruch der Dunkelheit gemacht. Weder Kühlschränke noch Heizung sind in Betrieb (schlecht für Hintergrundgeräusche), eventuelle bläuliche Finger liegen dann aber eher am Weißabgleich der Videokamera.
Dateianhang (verkleinert):

 DSC02461.JPG (597.18 KByte | 3 mal heruntergeladen | 1.75 MByte Traffic)

# 03.03.18, 01:45:43

dak

(Spezi)
(Beiträge: 509)

Ich habe da jetzt mal ein Video zu diversen Aufnahmegeräten gemacht. Vielleicht hilft es ja jemand bei den Überlegungen, was man mit all dem überflüssigen Geld anfangen soll.
# 08.03.18, 00:43:04

harald1979

(Einsteiger)
(Beiträge: 4)

Sieht schon mal nicht so schlecht aus, ich benutze ebenfalls die Vivitar DVR 508NHD Videokamera und kann sie auch nach Jahren nur weiterempfehlen.

Lg
# 30.11.18, 13:52:00

dak

(Spezi)
(Beiträge: 509)

Zitat von harald1979:
Sieht schon mal nicht so schlecht aus, ich benutze ebenfalls die Vivitar DVR 508NHD Videokamera und kann sie auch nach Jahren nur weiterempfehlen.

Lg

Naja, weiterempfehlen würde ich sie jetzt nicht gerade. Mit 5EUR Gebrauchtkaufpreis kann ich mich aber auch wenig beklagen. Sie braucht halt viel Licht und liefert mäßige Qualität und den Ton sollte man schon durch etwas besseres ersetzen, aber wenn die Festbildkamera aus dem letzten Jahrzehnt oder Jahrhundert nur VGA-Auflösung oder kleiner abliefert, ist sie immer noch ein Fortschritt.

Ich hatte sie für meinen Hausgebrauch durch eine Samsung-Videokamera ersetzt, die entweder 1080i oder 720p bei 50Hz macht aber ein besseres Bild abliefert.

Vermutlich werde ich jetzt zu einer kürzlich angeschafften Panasonic-FZ200 übergehen, die ich dann auch auf feste Blende/Belichtung/Fokus stellen kann und die nicht jedesmal, wenn der weiße Balg im schwarzen Instrument sich streckt, die Belichtung anpaßt. Und eigentlich sollte das Bild dann deutlich rauschfreier sein (und vielleicht den Hintergrund besser verschwimmen lassen), auch wenn die Samsung-Kamera sich trotz ihres eher winzigen Sensors gar nicht schlecht schlägt. Vielleicht setze ich sie letztere dann noch als Perspektivkamera auf den Diskant ein: da hat sie wenig Grund, an Licht und Entfernung zu daddeln.

Eigentlich ist es ja doof, daß man mehr Geld investieren muß, um die ganzen Automatismen wieder abdrehen zu können, die es früher™ nicht gegeben hätte.

Die Panasonic hat übrigens einen Stereomikrofoneingang: da werde ich auch versuchen, ob ich den über das Mischpult ansteuern kann. Man spart sich dann die Nachsynchronisation (oder hat eine ausgezeichnete Referenz dafür) und ist trotzdem nicht darauf angewiesen, Kompromisse zwischen Ton und Bild bei der Kameraaufstellung zu machen.

Die Vivitar ist dagegen ein Spielzeug. Wenn man sonst nichts hat, macht sie halt den Unterschied zwischen Video haben und kein Video haben. Ich würde vermuten, daß heutige Smartphones besseres abliefern, habe aber keinen Beleg dafür.
# 30.11.18, 14:21:59

harald1979

(Einsteiger)
(Beiträge: 4)

Mhm ja ich denke es ist halt immer entscheident für welche Zwecke man das ganze Equipment braucht. Deshalb bin ich mit der Vivitar noch sehr zufrieden.

Natürlich leiden die technischen Geräte früher oder später sowieso an der Obsoleszenz und neue Geräte müssen her. Spätestens dann werde ich mich nach neuen Möglichkeiten umsehen. Dann komm ich vielleicht auch auf deine Panasonic-FZ200 zurück.
# 02.12.18, 09:08:31

dak

(Spezi)
(Beiträge: 509)

Die Panasonic ist ja eine Fotokamera, die würde man sich nicht speziell für das Filmen anschaffen. Aber wenn sie schonmal da ist... Als eine bessere Kameras aus diesem Jahrzehnt ist sie halt auch für hochauflösende Videos zu gebrauchen. Recht neue Kameras (hier nicht der Fall) gehen sogar für 4K-Videos. Die braucht kein Mensch zum Ansehen, aber als Rohmaterial zum Bearbeiten hat man mehr Möglichkeiten zum nachträglichen Reinzoomen oder Ausschnitt wählen. Nur braucht man dann für das erträgliche Bearbeiten dann auch einen aktuellen Rechner...

Obergrenzen, Geld reinzupumpen, gibt es wie bei vielen anderen Dingen wenige. Man muß dann halt persönlich die Grenze finden, die man sich setzt.
# 02.12.18, 10:55:38

harald1979

(Einsteiger)
(Beiträge: 4)

Ok danke für die Tipps, werd hierfür auch die Augen offen halten zwinkern
# 08.12.18, 15:04:26
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